Der Frühjahrsflor macht Platz für die kräftigen Farben des Sommers: 30.000 Dahlien, Salbei, Petunien und Co. warten schon auf ihr neues Zuhause in den Hochbeeten und den konzeptionell gestalteten Bereichen der Bodenbeete.
Im ehemaligen Rennbahnbereich der LAGA Neuss läuft der große saisonale Wechsel der Beete und Hochbeete: Der Frühjahrsflor wird aus den Beeten genommen, damit in den kommenden Tagen und Wochen rund 30.000 Sommerblumen einziehen können.
Der weitläufige Bereich ist geprägt von offenen Wiesenflächen, Wildpflanzen und einem naturnahen Charakter. Die gestalteten Blühbereiche setzen darin gezielte farbige Akzente: Sie liegen verteilt im Gelände und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, sie beim Rundgang zu entdecken.
In die Beete kommen typische Gartenblumen, ausgefallene Sorten und Gräser. Gleichzeitig gibt es viele insektenfreundliche Wildblumen in den Wiesen als wichtiger Bestandteil des Rennbahnbereichs zur Stärkung der Biodiversität. Mit den Blühbeeten im Rennbahnbereich greift die Landschaftsgestaltung das Thema Blüte auf und schafft so eine gestalterische Verbindung zum Gartenland, das durchgängig blüht.
„Unsere Besucher können sich beispielsweise auf die tropische rote Zierbanane freuen. Auf wunderschöne Dahliensorten, Feuerlobelien, Zinnien, Rittersporn, Ringelblumen oder weißen Ziertabak. Aktuell sind wir in der Übergangsphase. Der Rosengarten und das Gartenland stehen in voller Blüte. Es wird auch im Rennbahnbereich bunt, ich freue mich schon“, sagt Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH.
5 konzeptionelle Blumenbereiche auf der Landesgartenschau Neuss
Insgesamt werden rund 2.960 m² Bodenbeete sowie 195 Hochbeete mit jeweils 2 m² Fläche neu bepflanzt. Damit werden in dieser Wechselphase rund 3.350 m² Pflanzfläche neu gestaltet. Die Bodenbeete unterteilen sich in 5 konzeptionell gestaltete Bereiche, geplant durch den renommierten Berliner Garten- und Landschaftsplaner Christian Meyer:
„A Day at the Races“ (557 m²) wird die Besucher am Haupteingang-West zukünftig mit einem feurig-edlen und tropisch angehauchten Charakter mit roten Farbtönen begrüßen.
Die „Gräserwellen“ (433 m²) in der Nordkurve sind quer zur Laufrichtung angelegt und sollen Leichtigkeit und Bewegung widerspiegeln. Dieser Beetbereich wird von verschiedenen Gräsern dominiert.
„Im Morgentau“ (383 m²) in der Süd-Ostkurve hingegen steht für Kühle, Frische und Ruhe mit blaublühenden Blumen im Kontrast zu lichtgelben Dahlien und unterschiedlichen Höhen.
„Feldblumen“ (528 m²) in der Südkurve versprüht einen fröhlich bunten, verspielt ländlichen Charme. Wiesenblumen mischen sich mit klassischen Sommerblumen.
Die „Wolkenrunde“ (1.008 m²) entlang des inneren Rundweges hat einen wolkigen Grundcharakter mit schleierartigem Bewuchs. Dazu kommen die großen Blüten der Dahlien oder Zinnien und ausgefallene Blüten, wie die der Spinnenblumen, gepaart mit zartrosa oder eisblauen Kontrasten und hohem Ziertabak.
Die Umstellung auf das Sommerbild erfolgt abschnittsweise
Der Aufwand ist immens, deshalb erfolgt die Umstellung abschnittsweise. Die Witterung spielt eine zentrale Rolle: „Nach dem sehr kühlen Wetter der vergangenen Wochen und dem direkten Übergang zu heißen Sommertemperaturen wird der Wechsel besonders sorgfältig gesteuert. Unser Ziel ist, dass die Sommerbepflanzung gut anwächst und die Beete Schritt für Schritt wieder ihre volle Wirkung entfalten“, sagt Dr. Matthias Welpmann, Beigeordneter der Stadt Neuss für Umwelt, Klima und Sport sowie Geschäftsführer der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH.
LAGA Neuss gibt Blumenzwiebeln aus Hochbeeten kostenlos ab
Der Frühjahrsflor prägte die LAGA mit rund 290.000 Blumenzwiebeln. Dazu gehörten zahlreiche Tulpensorten, Vergissmeinnicht, Hornveilchen, Hahnenfuß und Tausendschön. Blumenzwiebeln, die sich weiterhin in gutem Zustand befinden, bleiben in den Bodenbeeten, damit sie im kommenden Frühjahr erneut für Blüten sorgen. Die Blumenzwiebeln aus den Hochbeeten werden kostenlos abgegeben. Freiwillige Spenden zugunsten eines gemeinnützigen Zwecks sind willkommen. Der genaue Termin wird über die Social-Media-Kanäle der Landesgartenschau bekannt gegeben.
Insgesamt gibt es auf dem LAGA-Gelände Blumen und Stauden auf 10.875 Quadratmetern Fläche. Besucherinnen und Besucher können dort rund 800 verschiedene Pflanzenarten entdecken. Der jetzt begonnene Wechsel markiert den Übergang in das sommerliche Erscheinungsbild der Gartenschau. Während dieser Übergangsphase erscheinen einzelne Beete vorübergehend leer, bevor sie neu bepflanzt werden. Grund dafür ist der abgestimmte Ablauf aus dem Räumen der Frühjahrsbepflanzung, Anlieferung der Sommerpflanzen und anschließender Neupflanzung.
Im Gartenland, dem zweiten Kernbereich des Geländes, laden der Rosengarten an der Seeterrasse und die Themengärten schon jetzt zu einem farbenreichen Gartenschau-Erlebnis mit blühenden Pflanzen, gestalteten Gartenräumen sowie vielen Anregungen für den eigenen Garten ein.