11. März 2026

3 visionäre Open-Air Kunstwerke auf der Landesgartenschau Neuss 2026

Rhein-Ikone mit Fernwirkung: "ASA NISI LAGA" von Christian Odzuck aus Düsseldorf. (Hinweis: Alle Bilder stehen Ihnen unter der PM in hoher Qualität zum Download zur Verfügung) Credits Visualisierung: LAGA Neuss 2026 GmbH & Christian Odzuck

Mit drei großformatigen und ortsspezifischen Kunstwerken wird die Landesgartenschau Neuss 2026 mehr als ein Gartenfestival: Eine 30 Meter hohe begehbare Rhein-Landmarke, eine überraschende Nebel-Architekturskulptur am historischen Totalisator und ein himmelblauer Begegnungspavillon im ‚Ort der Religionen‘ schaffen ikonische Fotomotive, emotionale Aufenthaltsorte und klare Orientierungspunkte im Gelände. So inszeniert sich Kunst als echter Aufmerksamkeitsfaktor.

Die Veranstalter setzen ein deutliches Zeichen: „Kunst ist auf der Landesgartenschau kein begleitendes Programm, sondern ein zentraler Anziehungspunkt“, sagt Ursula Platen, Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Neuss.

Unter der kuratorischen Leitidee „Kunst, Freiraum und Spurensuche“ binden sich drei temporäre, ortsspezifische Kunstwerke direkt in die räumliche Gestalt des Landesgartenschaugeländes ein – als Landmarke, Treffpunkte und überraschende Erlebnisräume. „Wir wollten etwas Besonderes für unsere Besucher schaffen und sind stolz, dass wir als erste LAGA in der über 40-jährigen Geschichte der Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW gefördert werden“, erklärt Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss 2026.

Drei Kunstwerke, drei starke Publikumsmagnete

Rhein-Ikone mit Fernwirkung: „ASA NISI LAGA“ – Christian Odzuck (Düsseldorf)

„ASA NISI LAGA“ ist ein Kunstwerk, das weit über den Rhein bis nach Düsseldorf sichtbar ist und gesehen werden möchte: Im eintrittsfreien LAGA-Bereich des Rheinvorlands entsteht die 30 Meter hohe, monumentale und begehbare Landmarke als Ankerpunkt am Rhein. Die farbigen Fahnen an der Spitze der Skulptur wirken im maritimen Einklang des Rheins. Auf 10 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Die künstlerisch gestalteten ‚Hängenden Gärten‘ im Inneren dienen als Verbindungselement zum neuen Stadtpark.

Der Haupteingang als Ereignis: „AQUAER – in der Luft liegend“ – Hannah Schneider (Köln)

Den historischen Totalisator am Haupteingang der Landesgartenschau verwandelt Hannah Schneider in eine Nebel-Skulptur aus Wasser. Das Kunstwerk soll für die Besucherinnen und Besucher zum überraschenden Moment werden und den Totalisator als Erlebnisort inszenieren. Mehrmals am Tag hüllt der Nebel den Totalisator spürbar sinnlich ein.

Ein Ort, an dem sich Weltreligionen vereinen: „Wir treffen uns im Wind“ – Hayato Mizutani (München)

Im ‚Ort der Religionen‘ wird Kunst zum Treffpunkt: Die Gartenskulptur besitzt eine nach oben hin offene, kreisrunde, pavillonartige Struktur mit einem Durchmesser von 15 Metern. Umgeben von Wildhecken und Gartenkabinetten bewegen sich transluzente, hellblaue Stoffbahnen im Wind. Diese sind, wie die künstlerisch gestalteten hellblauen Möbel, farblich vom Himmel inspiriert. Das Ergebnis: ein einerseits geschützter, jedoch auch offener Raum, der den Blick in die Landschaft ermöglicht und als Treffpunkt Menschen zusammenbringt.

Open Call – Auswahl der Künstler und Künstlerinnen mit kuratorischem Anspruch

Der Open Call für die Landesgartenschau Neuss 2026 erfolgte unter der kuratorischen Leitidee „Kunst, Freiraum und Spurensuche“. Die 92 eingegangenen internationalen Bewerbungen durchliefen ein mehrstufiges, kuratiertes Auswahlverfahren. Eine unabhängige Jury empfahl daraufhin drei Künstler zur Umsetzung ihrer Idee:

Christian Odzuck: freier Künstler, Düsseldorf

Der studierte Architekt und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Förderungen ausgezeichnet. Er ist bekannt durch internationale Ausstellungen, wie die Skulptur Projekte Münster 2017.

Hannah Schneider: freie Künstlerin, Köln

Die Bildhauerin legt ihren Fokus auf Körper, Raum und flüchtige Naturvorgänge. Die Künstlerin erhielt bereits vielfache Auszeichnungen und war 2025 Stipendiatin der Kunststiftung NRW in Istanbul.

Hayato Mizutani: freier Künstler, München

Der in Japan geborene und mehrfach prämierte Künstler verbindet Architektur und Kunst mit einem Fokus auf Transformationsprozesse und kulturelle Codes.

Die Realisierung wird ermöglicht durch eine Förderung der Kunststiftung NRW.

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