Religion

Der Grüne Hahn

Ein Umweltmanagementsystem für Kirchengemeinden

11.09.2026 | 10:00 - 12:00 Uhr

Licht.Kirche

Wie Kirchengemeinden ein Umweltmanagementsystem für Kirchengebäude und Gemeindezentrum einführen können. Beispiel der Ev. Gemeinde Am Norfbach – Friedenskirche in Norf. Informationen – Vortrag – Gespräche - Aktionen.

Was ist der Grüne Hahn?

„Sie möchten Ihre Arbeitsabläufe so organisieren, dass nicht nur der gesetzlich geforderte Umweltschutz eingehalten wird? Ihnen ist es wichtig, dass negative Umweltauswirkungen in kirchlichen Einrichtungen kontinuierlich verringert werden? Dann sollten Sie den »Grünen Hahn« kennenlernen. (…) In Zeiten des Klimawandels und der explodierenden Energiekosten macht sich der »Grüne Hahn« direkt im Portemonnaie bemerkbar. Und mit Hilfe eines Managementsystems wird Umwelt- und Ressourcenschutz in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zur Teamarbeit und kann kontinuierlich vorangetrieben werden. Viele Menschen - auch aus dem Umfeld der Gemeinde - lassen sich zur Mitarbeit motivieren und sind an seiner Umsetzung beteiligt.“

In dieser Weise wirbt die Evangelische Kirche von Westfalen, eine Urheberin des Grünen Hahns, für die Teilnahme an diesem Umweltmanagementsystem, das seit 2003 für Kirchengemeinden zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit haben über 1.000 Gemeinden – evangelisch wie katholisch - im deutschsprachigen Raum von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Die Evangelische Kirchengemeinde am Norfbach, vormals Evangelische Kirchengemeinde Norf-Nievenheim, ist diesem Ruf bereits vor 20 Jahren gefolgt. Ein sehr aktives Umweltteam, ein aufge-schlossenes Presbyterium und engagierte Mitarbeiter haben dazu beigetragen, dass - mit west- fälischer Unterstützung – die amtliche Bestätigung eines funktionierenden Umweltmanagements gemäß der europäischen EMAS-Richtlinie und dem Grünen Hahn erreicht werden konnte.

Dieses Zertifikat, das bis 2012 gültig blieb, hat zu einer bis heute anhaltenden aktiv umweltbe-wussten Haltung der Gemeinde geführt, die „Stück für Stück“ alle Bereiche des Gemeindelebens und -betriebs auf eine ressourcenschonende Basis umgestellt hat. Dabei konnten nicht nur wesent-liche Reduzierungen der Umweltbelastungen, sondern auch erhebliche Senkungen der Kosten des Gemeindebetriebs erreicht werden. Eine nachhaltige Ausrichtung der Gemeindearbeit ist also im doppelten Sinn „gewinnbringend“. Als „großer Meilenstein“ konnte im letzten Jahr erreicht werden, dass das Gemeindezentrum mit der Friedenskirche in Norf – nach der Installation von Wärme-pumpen und einer Photovoltaikanlage - treibhausgasneutral betrieben werden kann.

Die Erfolge der Orientierung an dem Grünen Hahn werden in Bereichen wirksam:

Glaubwürdigkeit - die Ernsthaftigkeit des Bemühens um die Bewahrung der Schöpfung wird deutlich;

Nachhaltigkeit - unsere Kirche trägt (nach Ihren Möglichkeiten) dazu bei, dass die Erde für kommende Generationen bewohnbar bleibt;

Wirtschaftlichkeit - neben den Umweltentlastungen werden finanzielle Einspareffekte genutzt.

Organisiert von:
Team des Grünen Hahns der Evangelischen Kirchengemeinde Am Norfbach, Georg Besser (Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirchengemeinde Am Norfbach)