15. August 2025

Skater-Pavillon wird aus Abbruchmaterialien experimentell gebaut

Skater-Pavillon wird aus Abbruchmaterialien experimentell gebaut
Bild: Franziska Müller & LAGA Neuss 2026 GmbH

Mit Holz aus alten Pferdeställen, Strohballen, Lehm und der Hilfe von Freiwilligen entsteht auf dem LAGA-Gelände ein besonderer Treffpunkt für die Skater-Community.

Auf dem Gelände der Landesgartenschau Neuss startet am 19. August ein außergewöhnliches Bauprojekt: Direkt neben dem Skate-Park wird von Freiwilligen ein neuer Treffpunkt für die ansässige Skater-Community gebaut, der sowohl architektonisch als auch inhaltlich neue Wege geht. Für den Bau des neuen Skater-Pavillons werden möglichst ökologische Materialien genutzt und Baustoffe wiederverwendet.

„Der Bau des neuen Skater-Pavillons auf dem Gelände der Landesgartenschau Neuss drückt genau das aus, für das diese LAGA im kommenden Jahr steht: Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Diese Themen sind uns sehr wichtig und zeigen sich in vielen Projekten“, kündigt LAGA-Geschäftsführerin Annette Nothnagel an.

 

Londoner Architekt hat das Konzept entwickelt

Der Entwurf für den 30 m² großen Skater-Pavillon samt 20 m² großer Terrasse stammt vom renommierten und in London ansässigen Architekten Jan Glasmeier: „Es ist uns wichtig, vorhandene Baustoffe der alten Stallungen wiederzuverwerten, um einen Beitrag zur ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft im Bauwesen zu leisten.“

Glasmeier hat sich mit seinem Architekturbüro auf soziale und gemeinschaftliche Projekte spezialisiert und baut diese auch zusammen mit Studierenden, zukünftigen Nutzern und Freiwilligen. Zusammen mit der Architektin Franziska Müller leitet er das Projekt. Glasmeier ist überzeugt: „Wenn Menschen etwas selber bauen, dann macht das auch etwas mit ihnen. Diese innere Transformation finde ich sehr spannend.“

 

Das Besondere - Baustoffe mit Geschichte(n)

Für den gesamten Pavillon werden gebrauchte Türen, Fenster und die Pfosten und Träger der alten Stallungen der traditionsreichen Neusser Pferderennbahn genutzt, Strohballen kommen direkt vom lokalen Landwirt, Lehmputz wird aus Aushub der LAGA hergestellt, ‚alte‘ Pflastersteine dienen als Bodenbelag

 

Architektur zum Mitmachen

Zwei große Workshops im August und Oktober 2025 bringen Architekturstudierende, Handwerker, Nachhaltigkeitsfans und die Skater-Community zusammen – ein reales, öffentliches Bau-Experiment, bei dem die freiwilligen HelferInnen viel lernen werden.

 

Klimabotschaft mittels Holz, Stroh und Lehm

Die Bauweise spart CO₂, vermeidet Abfall und zeigt praktisch, wie zukunftsfähiges Bauen funktionieren kann – ohne teure Materialien, sondern mit kreativer Wiederverwendung.

 

Langfristiger Mehrwert

Nach der LAGA bleibt der Pavillon als dauerhafter Treffpunkt und Aufenthaltsort für die Skater-Community bestehen – ein Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung.

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